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Osttühringer Zeitung vom 13.09.2008, Literaturbeilage von Annerose Kirchner

Walther Kabel: "Der Saal ohne Fenster"

Vermauerte Fenster

Walther Kabel (1878-1935) gehörte zu den produktivsten und populärsten Autoren in der Weimarer Republik. 15 Jahre lang veröffentlichte er Woche auf Woche Romanhefte, die seine Leser verschlangen. Dazu gehörte die Reihe um die schlauen und cleveren Berliner Privatdetektive Harald Harst und Max Schraut mit 372 Folgen. Der O.skar Verlag erinnert mit mehreren Produktionen an den zu Unrecht vergessenen Walther Kabel, der es literarisch zwar nicht mit George Simenon aufnehmen kann, aber durchaus ein passabler Konkurrent ist, was die Quantität betrifft. Schauspieler und Synchronsprecher Kai Taschner − die neue Stimme von „Pumuckel“ − liest einprägsam die Geschichte „Der Saal ohne Fenster“. Sie spielt im Jahr 1924 in einem märkischen Kaff. Harst und Schraut beobachten ein düsteres Gasthaus und Bröseke, den Wirt mit krimineller Vergangenheit. Sie interessieren sich für die zugemauerten Fenster des Saales, in dem Merkwürdiges vorgeht. Eine Tote wird wieder lebendig und die Detektive erleben eine verblüffende Wendung eines Falles, der gar keiner ist.

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